Dienstag, 31. Juli 2018

[Rezensionsexemplare] ~ 3 Erotikromane

Molly Weatherfield - Die Gehorsame
Inhalt:
Carrie ist eine SM-Sklavin. Wie kam es dazu, dass sich eine normale Frau dafür entschied, als Devote ihrem Herrn Jonathan in allen Belangen zu gehorchen? Und wie wird es mit ihr weitergehen? Denn Jonathan möchte sie auf einer Auktion verkaufen, und damit sie dort eine gute Figur macht, steht Carrie eine tiefgehende Ausbildung bevor. Unter Jonathans Anleitung entdeckt sie Abgründe in sich, die sie niemals für möglich gehalten hätte …

Meine Meinung:
Eine interessante Geschichte, die mir allerdings viel zu plump und stumpf präsentiert wird. Alles kommt irgendwie so holterdipolter daher und so wirklich passt die Hälfte nicht ganz zusammen.
Es wird einem als Leser immer mal was an den Kopf geschmissen, aber die Charaktere haben so gar keine Tiefe. Nun mögen einige sagen, dass man das von einem Erotikroman auch nicht erwarten darf... Darauf sage ich aber: DOCH, das darf ich sehr wohl erwarten. Ich wünsche mir auch mal gute Erotikromane. Charaktere mit Tiefgang, die mir nicht nur als Sexgegenstand vor die Füße geworfen werden.
So leid es mir tut, aber wenn ich Schundromane lesen möchte, dann kaufe ich mir die Groschenromane beim Supermarkt an der Kasse...
Wirklich schade, denn die Geschichte als solche hatte Potential.


Toni Bentley - Ich ergebe mich
Inhalt:
Von „Die Geschichte der O“ über „Das sexuelle Leben der Catherine M“. bis hin zu Melissa P.s „Mit geschlossenen Augen“ üben sexuell subversive Memoiren von Frauen eine ungebrochene Faszination auf Leser beiderlei Geschlechts aus. Aber selbst diese erotischen Klassiker haben sich nicht auf das Terrain vorgewagt, das Bentley mit „Ich ergebe mich“ betritt. Dort trifft sie auf einen Liebhaber, der sie mit neuen Formen der Lust bekannt macht, bis hin zum »heiligen« Akt, der für sie zu einer ganz besonderen Form des sexuellen Erwachens wird.

Meine Meinung:
Na ich weiss nicht. Zuerst fand ich den Schreibstil und die Erühlweise etwas befremdlich. Ich musste mich da tatsächlich erst einmal reinlesen.
Ich fand es dann aber ganz interessant mal von einer Frau zu lesen, wie es sich anfühlt sich einem Mann auf diese Weise hinzugeben. Man bekommt einige Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt.
Leider aber auch nicht wirklich das, was ich mir unter einem wirklich guten SM-Roman vorstelle.
Wer sich aber dafür interessiert, was in einer Frau vorgeht, die sich einem Mann voll und ganz ergibt ein Lesetip.


Rachel Kramer Bussel - Lass mich deine Sklavin sein
Inhalt:
Sich zu unterwerfen, bedeutet nicht nur Kontrollverlust. Es ermöglicht auch, sich völlig fallen zu lassen und sich dem Partner ganz hinzugeben. Wenn man bereit ist, so viel Vertrauen zu geben, dann ist das der Weg zu den höchsten Gipfeln der Lust. Lassen Sie sich inspirieren, und verfolgen Sie die sinnlichsten Erlebnisse von Herrschaft und Unterwerfung. Denn beim Sex und in der Liebe ist alles erlaubt

Meine Meinung:
Eine Sammlung von SM-Kurzgeschichten, die an sich nicht schlecht sind. Es ist eigentlich für jeden etwas dabei. Dadurch, dass keine langen Handlungsstränge aufgebaut werden müssen, wirkt auch die sprache nicht so stumpf, wie in manch anderen Erotikromanen. Der Klappentext allerdings lies mich auf eine fortlaufende Geschichte schließen, sodass ich etwas überrascht war, als es doch einzelne Erzählungen waren.
Einige wenige Geschichten fand ich jedoch sehr plump erzählt. Da hätte ich mir einen geschmackvolleren Stil gewünscht, aber so ist das ja bei verschiedenen Autoren. Alles in Allem eine nette Lektüre für zwischendurch. Ein kleines Betthupferl vielleicht... ;-)


Mittwoch, 13. Juni 2018

[Rezensionsexemplar] ~ Jonathan Stroud - Lockwood & Co.: Das grauenvolle Grab

Inhalt:
Lockwood & Co. lösen ihren schwierigsten und letzten Fall!
 In ihrem letzten Abenteuer begeben sich die Agenten von Lockwood & Co. auf eine lebensgefährliche Mission: Sie brechen in das mit Sprengfallen gesicherte Mausoleum ein, in dem die legendäre Agentin Marissa Fittes ruht. Doch tut sie das wirklich? Und das ist nur eine der alles entscheidenden Fragen, deren Antwort die blutjungen Agenten ergründen müssen. Erst dann können sich Lockwood & Co. ihren Widersachern, seien sie lebendig oder aus dem Reich der Toten, in einer letzten gewaltigen Auseinandersetzung stellen. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie sich auf die Hilfe einiger völlig unerwarteter und ungeheuer unheimlicher Verbündeter einlassen. Grusel, Gänsehaut und Grabgelächter garantiert!

Meine Meinung:
Eine grandiose Reihe geht zuende...
Deshalb habe ich mich sehr lange davor gedrückt diesen letzten Band tatsächlich in die Hand zu nehmen. Mein Gedanke war "Lese ich es nicht, geht diese Reihe auch nie zuende."
Letztendlich hat mich jedoch meine eigene Neugier besiegen können.

Wie schon in den Vorgängern, werden kleinere Fälle bearbeitet, während der Hauptgeschichte nebenbei immer mehr Details hinzugefügt, bis man schließlich das Große Ganze sieht.
Die Charaktere haben sich über die Jahre zu einem perfekt eingespieltem Team entwickelt und agieren nun nicht mehr teils ungeschickt, sondern (meist) bedacht und geplant.

Noch immer ist es jedoch so, dass den jungen Agenten vieles im Weg steht.
In diesem Band sind es nun nicht mehr nur die Toten, die eine Gefahr für Lockwood & Co. darstellen, sondern auch unter den Lebenden haben sie sich Feinde gemacht.

Ich persönlich mag ja die "Freundschaft" zwischen Lucy und ihrem Schädel sehr gern. Das Ganze erinnert mich ein wenig an "Bartimäus" (auch eine grandiose Reihe aus der Feder Strouds).
Viele der einzelnen Fäden laufen in diesem letzten Band zusammen und Fragen, die man sich beim Lesen stellte, werden geklärt.

Es ist sehr schade, dass diese Reihe nun zuende sein soll.
Ein wenig hoffe ich ja, dass man vielleicht doch noch einmal von Lockwood und seiner Agentur hören wird. Oder gar von den Reisen seiner Eltern.

Montag, 11. Juni 2018

[Rezensionsexemplar] ~ Michael Winterhoff - Die Wiederentdeckung der Kindheit

Inhalt:
»Gebt den Kindern ihre Kindheit zurück!« (Michael Winterhoff)

Beziehungslust statt Erziehungsfrust
Ein Mutmachbuch für Eltern, Lehrer und Erzieher. Mit zahlreichen positiven Beispielen aus der Praxis Alexander (*1995) und Luis (*2016) begleiten den Leser durch das Buch.


Meine Meinung:
Ich hatte auf ein Buch gehofft, das zum Einen die Probleme der heutigen Zeit benennt, Ursachen dafür aufzeigt und vielleicht einige Lösungsansätze bietet. 
Leider ist dies nicht wirklich der Fall. 

Man bekommt eine Auflistung der Fehler, was ja auch okay ist... Allerdings fällt es mir schwer damit wirklich etwas anzufangen. 
Das meiste Beschriebene sehe ich selbst im Alltag und auch die Gründe dafür werden mir in meinem Beruf tagtäglich vor Augen geführt. 
Doch wie kann man an dieser Situation etwas ändern?
Sollten wir einen Elternführerschein einführen? Mit den werdenden Eltern ihre "Intuition" trainieren? Sie auf Weiterbildungen schicken?

Das Buch zu lesen war für mich eher frustrierend. Denn wenn man aufgezeigt bekommt, was eigentlich alles falsch läuft und man bemerkt, dass man im Grunde genommen ja gar nichts daran ändern kann, ohne dass man unsere Gesellschaft einmal komplett auf den Kopf stellt, hat man (so ging es mir zumindest) keine große Lust sich weiter mit diesem Thema zu befassen.

Donnerstag, 24. Mai 2018

[Rezensionsexemplar] ~ Dan Josefsson - Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen

Inhalt:
Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Meine Meinung:
Als ich diesen Klappentext las, war ich sofort begeistert und wollte natürlich auch wissen, was genau es mit diesem Justizskandal auf sich hatte.
Schon allein die Vorstellung, dass ein Mensch so "kaputttherapiert" werden kann, war für mich unverständlich. Schließlich sollten Psychotherapeuten doch da sein, um jemandem zu helfen. Besonders bei Justizfällen, ist es wichtig, dass man sich auf die Analyse des Therapeuten verlassen kann. Dachte ich zumindest.

Das Buch gibt uns Einsicht in 2 sehr unterschiedliche Leben. Zum Einen begleiten wir Sture Bergwall und zum Anderen Margit Norell. Ein Patient und seine Therapeutin. 
In den Kapiteln, in denen es um Margit geht, erfahren wir, woher sie ihr Wissen bezog, wie ihr Leben verlief und warum sie Sture Bergwall so therapierte, wie sie es tat. 
Für mich war es sehr spannend zu sehen, wo es hinführen kann, wenn man als Therapeut eigentlich selbst dringend einen Psychologen bräuchte. 
Da ich mich selbst auch für Psychologie interessiere, begegnete ich im Buch einigen bekanten Namen. Darunter auch Freud. 

Ich erwartete ein Fachbuch, in dem ich etwas über den Fall Sture Bergwall erfahren würde und genau das bekam ich auch. 
Die Theorien, die im Buch aufkommen werden auch für einen Laien gut erläutert. Ich fühlte mich beim Lesen keinesfalls dazu genötigt ein Psychologiestudium zu beginnen, nur um zu verstehen, was mir erzählt wird. 

Wer sich für Psychologie interessiert, der sollte auf jeden Fall einen Blick in dieses Buch werfen. 

Montag, 14. Mai 2018

[Rezension] ~ Sebastian Fitzek - Flugangst 7A

Inhalt:
Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt. Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen. Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin. Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet. Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen. Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ... Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.

Meine Meinung:
Das perfekte Buch für jemanden mit Flugangst... *haha*
Da es aber nun einmal ein Fitzek ist, musste ich den Thriller selbstverständlich lesen.
Und so schlimm war es gar nicht. Ich hatte erwartet dieses Buch mit einem ständig flauen Gefühl im Magen zu lesen, dem war aber nicht so. Im Gegenteil, habe ich sogar einige nützliche Dinge aus dem Buch "speichern" können, sodass der nächste Flug für mich vielleicht nicht ganz so aufregend und anstrengend wird.

Wir springen in der Geschichte zwischen dem Geschehen im Flugzeug und jenem in Berlin hin und her. Somit sind wir als Leser immer auf dem aktuellen Stand. Ich mag diese Perspektivenwechsel sehr gern, da sich die Geschichte so sehr gut überblicken lässt.

Manche Leute sagen, dass sie die Bücher von Sebastian Fitzek langweilig finden und vorhersehbar. So geht es mir absolut nicht. Für mich ist die Auflösung meist doch überraschend. Zwar mache ich mir auch meine Gedanken zu allem, aber auf die Komplettlösung bin ich bisher noch nicht gekommen. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ich nicht weit genug denke. *doof*

Wer Sebasitan Fitzek mag, der sollte auch diesen Thriller nicht auslassen. 
Eine spannende Geschichte, die es kaum zulässt das Buch aus den Händen zu legen!

Mittwoch, 2. Mai 2018

[Rezensionsexemplar] ~ Jostein Gaarder - Sofies Welt (Hörbuch)

Inhalt:
Abtauchen in die Geschichte der Philosophie Zwei anonyme Briefe findet die 14-Jährige Sofie in ihrem Briefkasten. In beiden steht nur ein Satz: "Wer bist du?" und "Woher kommt die Welt?" 
So beginnt Sofies abenteuerliche Zeitreise durch die Jahrtausende der Philosophie. 
Doch: Wer gibt ihr eigentlich diesen Fernkurs in Philosophie und bringt damit ihren Alltag durcheinander? Und wer ist dieser UN-Major, der seiner Tochter Hilde Geburtstagskarten an Sofies Adresse schreibt? Können Sokrates und Platon dies erklären ...? 
Sofie entdeckt staunend Galileis Gesetz der Schwerkraft und versucht, mit Hilfe des Computerprogramms Laila den UN-Major ausfindig zu machen, der immer dreister in Sofies Wirklichkeit eingreift. Wer ist Hilde, wer ist sie selbst? Ist Sofie Hilde? - Kurz vor ihrem und Hildes Geburtstag spitzen sich die Ereignisse zu. Zwischen Kant, Hegel und Marx sinnt Sofie darüber nach, wie sie den Major austricksen kann. Da kommt Hilde zu Hilfe ...

Meine Meinung:
Vor vielen Jahren schon habe ich das erste Mal Sofies Welt in der Hörspiel Fassung gehört. Nun war ich neugierig, wie Katharina Talbach dieses Buch vorliest.
Und ich kann nur sagen, dass ich wieder begeistert bin.

Ich habe mir nie viele Gedanken über "die großen philosophischen Fragen" gemacht. Zumindest nicht wirklich, bis ich zum ersten Mal in Sofies Welt eintauchen durfte.
Als Teenager begleitete ich Sofie zum ersten Mal durch die Zeit der Philosophen. Damals verstand ich bei Weitem noch nicht alles, was dort vor mir aufgetürmt wurde.
Mittlerweile kann ich den Gedankengängen folgen und habe mir fest vorgenommen mich in dem Bereich etwas mehr zu belesen.

Die Lesung von Katharina Talbach ist großartig (auch wenn ich persönlich immer die Hörspielfassung beforzugen werde).
Man hat ein sehr angenehmes Hörerlebnis und kann dem Geschehen gut folgen.

Wer also schon einmal darüber nachgedacht hat sich ein wenig mehr mit der Philosophie auseinanderzusetzen, kann viele Ansätze in Sofies Welt finden. Hierbei wird das Buch aber nicht zu fachlich. Es bleibt ein Roman!
Man bekommt also keine schwere Kost vorgesetzt, bei der man schon nach 3 Seiten die Lust am weiterlesen/-hören verliert.

Mir macht es immer wieder Spaß Sofie zu begleiten und hier und da ein Stück mehr zu verstehen.

Mittwoch, 11. April 2018

[Rezensionsexemplar] ~ Jerold J. Kreisman - Ich hasse dich, verlass mich nicht

Inhalt:
Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeit leiden unter extremen Stimmungsschwankungen und der ständigen Angst, verlassen zu werden. Die überarbeitete und erweiterte Neuausgabe dieses Standardwerks enthält neueste Forschungsergebnisse und Therapieansätze sowie aktualisierte Zahlen. Betroffene, Angehörige, Ärzte und Therapeuten erhalten hilfreiche Unterstützung.

Meine Meinung:
Schon seit einer Weile interessiere ich mich für verschiedene psychische Erkrankungen. Neben Depressionen, Essstörungen und Angststörungen wollte ich nun auch mehr über die Borderline-Erkrankung erfahren.
Nun fielen mir verschiedene Werke zu dem Thema in die Hände. Einige waren sehr fachliche Abhandlungen, denen ich kaum folgen konnte, andere Bücher hingegen waren nur eine Aneinanderreihung von persönlichen Berichten.

Schlussendlich bin ich auf diesen Ratgeber für Angehörige eines Borderliners gestoßen.
Man bekommt hier nicht nur einen groben Umriss, was diese Krankheit beinhalten KÖNNTE, sondern an Erlebnissen und Beispielen bekommt man einen Einblick in den Alltag eines Borderliners und dessen Angehörigen.
Des Weiteren wird erklärt, was genau es eigentlich ist, was diese Menschen so mit sich selbst in den Konflikt treten lässt.
Und genau das war es, was mich so interessierte. Warum geht es einem Menschen so, dass er mit sich selbst nicht mehr ins Reine kommt. 

Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, wenn man mehr über das Leben und den Alltag mit einem Borderliner erfahren möchte.